Wie ein unbeschriebenes Blatt flattert uns das neue Jahr bald ins Haus. Um es zu füllen, fassen wir gern eine ganze Menge Vorsätze. Meistens wollen wir mehr tun: mehr Sport, mehr kreative Projekte, mehr Selbstreflexion, mehr Disziplin in Sachen Ernährung… Dabei ist es manchmal eher das Reduzieren, das unser Leben leichter und sogar erfüllter macht.
Diese Not-to-Do-Liste mit 26 Punkten ist als Einladung gemeint, sich von Dingen zu trennen, die nicht guttun: alte Muster, überhöhte Erwartungen, Dauerstress, Perfektionismus usw. Sie erinnert daran, dass Vorsorge nicht nur mit Arztterminen zu tun hat, dass Endlichkeit ein wichtiger Antrieb sein kann und dass Lebensziele manchmal erst sichtbar werden, wenn wir Platz schaffen.
Wie wäre es, wenn 2026 das Jahr wird, in dem wir uns erlauben, weniger zu müssen? Vielleicht entsteht auf diesem Weg mehr Leichtigkeit.
26 Dinge, die wir 2026 nicht mehr tun müssen
1. Nicht mehr: So tun, als sei unendlich viel Zeit da.
Stattdessen: Die Träume nicht zu lange aufschieben, kleine Veränderungen umsetzen und für größere Wünsche konkrete Schritte planen (z. B. sparen für den Traumurlaub).
2. Nicht mehr: Konflikte stumm mit sich herumtragen.
Stattdessen: Kommunizieren. Manchmal reicht der erste Satz, der die eigenen Gefühle ausdrückt, es muss noch keine konkrete Lösung da sein. Ohne Aussprache sind Beziehungen und Gefühlsleben dauerhaft belastet.
3. Nicht mehr: 17 Tabs im Browser offenlassen, um sie später zu lesen.
Stattdessen: Einmal am Tag drei Tabs schließen, die wir ganz bestimmt nicht mehr brauchen werden, damit das Gehirn nicht denkt: „Es gibt noch viele offene Baustellen.“
4. Nicht mehr: Den ganzen Tag am Handy verbringen.
Stattdessen: Pausen für Atem- oder Dehnübungen in den Alltag einbauen, ans geöffnete Fenster stellen und die Umgebung betrachten oder langsam ein Glas Wasser trinken. Weniger Doomscrolling verhindert Reizüberflutung und die oft toxischen Vergleiche.
5. Nicht mehr: Nach dem Prinzip „Einzelkämpfer“ leben.
Stattdessen: Um Unterstützung bitten, Aufgaben teilen, mit Gleichgesinnten austauschen. Wer alles immer allein schaffen will, setzt sich oft zu sehr unter Druck.
6. Nicht mehr: Ja sagen, obwohl die innere Stimme Nein schreit.
Stattdessen: Mit „Ich überlege noch“ antworten. Dadurch erhalten wir Zeit, um die eigenen Bedürfnisse zu überprüfen, bevor wir uns festlegen. Agieren wir zu oft aus einem Pflichtgefühl, können Überlastung und Energieverlust die Folge sein.
7. Nicht mehr: Den Schlaf vernachlässigen.
Stattdessen: Auf die Schlafqualität achten, weil sie unsere Lebensqualität und Gesundheit massiv beeinflusst. Abendrituale, bildschirmfreie Zeit und weniger Reize vor dem Schlafengehen helfen.
8. Nicht mehr: Ziele anderer zu den eigenen erklären.
Stattdessen: Regelmäßig hinterfragen, ob Entscheidungen mit unseren persönlichen Werten und Wünschen übereinstimmen oder ob wir es nur allen rechtmachen wollen. Es steigert den Selbstwert enorm, wenn wir unseren eigenen Weg gehen.
9. Nicht mehr: Perfektion für Erfolg halten.
Stattdessen: Die kleinen Errungenschaften mehr würdigen – jeder Schritt zählt und darf gefeiert werden. Perfektionismus ist oft mit unerreichbaren Zielen verbunden, es drohen Selbstvorwürfe und Burnout.
10. Nicht mehr: Komplimente für sich behalten.
Stattdessen: Der blühende Garten der Nachbarin, das neue Hemd des Kollegen, das Lächeln der Verkäuferin… sobald etwas Positives auffällt, laut aussprechen! Das sorgt für echte Verbindungen.
11. Nicht mehr: Unangenehme Themen auf die lange Bank schieben.
Stattdessen: Im neuen Jahr früher an die Steuererklärung setzen oder sich mit dem Ausfüllen von wichtigen Vorsorgedokumenten [LINK Artikel] befassen. Anschließend wird das Gefühl der Erleichterung groß sein.
12. Nicht mehr: Alten Kram im Keller verstauben lassen.
Stattdessen: Einmal im Jahr den Kleiderschrank, alte Kisten etc. durchgehen und ausmisten. Was nicht mehr gebraucht wird, kann verkauft oder verschenkt werden. So entsteht Raum für Neues.
13. Nicht mehr: Im Voraus alles verplanen, um sich beschäftigt zu fühlen.
Stattdessen: Mut zur Lücke! Mehr freie Zeitfenster offenlassen, die spontan gefüllt werden dürfen oder eben ganz frei bleiben, ohne Verpflichtungen, einfach nur sein. Denn: Ständig verplant zu sein, bedeutet nicht unbedingt mehr Sinn im Leben zu haben.
14. Nicht mehr: Persönliche Grenzen nur im Kopf ziehen.
Stattdessen: Kurz, klar und freundlich formulieren, was uns guttut bzw. was nicht – ohne Erklärungsmarathon. Wenn wir uns nicht zu Wort melden, merken die anderen oft nicht, dass sie gerade unsere Grenzen überschreiten.
15. Nicht mehr: Den Gedanken ungefiltert Glauben schenken.
Stattdessen: Unser Kopfkino genauer unter die Lupe nehmen. Vor allem Selbstzweifel, Ängste und Katastrophenszenarien haben mit der Realität mitunter wenig zu tun. Viele Gedanken dürfen wir daher kurz würdigen und dann weiterziehen lassen.
16. Nicht mehr: Den Wetterbericht checken und sich danach trotzdem beschweren.
Stattdessen: Lieber die Gegebenheiten, die wir nicht ändern können, akzeptieren und uns daran anpassen, statt unnötig zu meckern.
17. Nicht mehr: So tun, als könnte man sich alle Passwörter merken.
Stattdessen: Ein Passwortsystem bzw. ein Passwortmanager schont die Nerven!
18. Nicht mehr: Den Wecker zehnmal auf Snooze drücken und sich dann wundern, warum der Morgen so hektisch ist.
Stattdessen: Einen Wecker stellen und direkt aufstehen oder eine motivierende Aufstehmusik verwenden. Snooze ist nämlich die softe Variante von „Ich kämpfe gegen die Realität.“
19. Nicht mehr: Gefühle mit Konsum beruhigen.
Stattdessen: Genau prüfen, ob wir neue Kleider, Deko oder Bücher wirklich brauchen oder nur etwas haben wollen, um uns zu trösten oder zu belohnen. Wahrscheinlich kann ein lieber Mensch uns in diesem Moment besser unterstützen als noch mehr Zeug in den Schränken.
20. Nicht mehr: Die eigenen Bedürfnisse hintenanstellen.
Stattdessen: Immer öfter fragen: „Was brauche ich eigentlich?“ Das sorgt für mehr Klarheit und wertvolle Selbstfürsorge (vor allem in Krisen).
21. Nicht mehr: Google fragen, welche Krankheit hinter akuten Symptomen steckt.
Stattdessen: Möglichst ruhig bleiben, um die Symptome genau beurteilen zu können und dann ärztlichen Rat einholen. Suchmaschinen sind Drama-Queens und Web-Diagnosen verunsichern in vielen Fällen nur, anstatt echte Hilfe zu liefern.
22. Nicht mehr: Neue Rekorde im Multitasking aufstellen.
Stattdessen: Aufgaben nach und nach abarbeiten. Mit Fokus läuft es in der Regel besser als bei gewagten Jongliernummern.
23. Nicht mehr: Erinnerungen nur in der Cloud speichern.
Stattdessen: Fotos ausdrucken und aufhängen, Fotobücher erstellen, Kurzvideo mit schönen Momenten zusammenschneiden. So schätzen wir die schönen Erinnerungen und haben Seelenfutter für schlechte Zeiten.
24. Nicht mehr: Alles kontrollieren wollen.
Stattdessen: Der Spontaneität mehr Raum geben, Vertrauen kultivieren und offen bleiben für Überraschungen.
25. Nicht mehr: Sich selbst runter machen, als sei man ein schlechtgelaunter Sportreporter.
Stattdessen: Zum eigenen Cheerleader werden: freundlich, konstruktiv und motivierend. Seien wir immer wieder stolz darauf, dass wir das Leben täglich meistern.
26. Nicht mehr: Neujahrspläne nur im Kopf formulieren und nicht an ihre Wirksamkeit glauben.
Stattdessen: Aufschreiben, mit einer Collage, Bilder oder einem Ritual visualisieren – so werden unsere Ziele greifbarer und klarer, was uns wiederrum dazu motiviert, dranzubleiben. Wenn aus positiven Absichten konkrete Handlungen werden, können sie sich im Alltag viel besser verankern.
Was möchtest du 2026 auf keinen Fall tun? Schreibe gern eine Nachricht oder ein Kommentar auf unseren Social Media Kanälen.

